Reitz Stories

Vom Sprachtalent zum Management

Reitz Talentschmiede

In der Reitz Talentschmiede Annieke Radtke steht ein besonderer Karriereweg im Mittelpunkt: Von der Asienwissenschaftlerin mit Leidenschaft für Sprachen entwickelte sie sich über Vertrieb, Marketing und Produktmanagement bis zur stellvertretenden Leiterin der Kundenbetreuung.

你好吗?Como está? How are you? Annieke Radtke würde in jeder gewünschten Sprache flüssig mit »Sehr gut, danke!« antworten. Denn die Asienwissenschaftlerin fühlt sich pudelwohl bei Reitz. Ihre für ein produzierendes Unternehmen eher ungewöhnliche Qualifikation ist gleichzeitig auch ihre Stärke. Weder Kauffrau, noch Technikerin ist sie bei Bedarf in allen Tätigkeitsbereichen zuhause, gerne auch mit Blick auf das große Ganze. Nach 11 Jahren im Unternehmen ist die gebürtige Eschershäuserin ein lebendiges Beispiel für den Reitz Anspruch, Talente und Stärken zu erkennen und über das konventionelle Abteilungsdenken hinaus zu fördern.

»Für meine Initiativbewerbung gab es zwei Faktoren. Das Unternehmen sollte hier in der Gegend ansässig sein und eine Verbindung nach China oder Asien haben.« Nachdem Annieke Radtke von ihrem letzten Studienjahr in Peking nach Deutschland zurückgekehrt war, stellte sich ihr die Frage, die viele Studierende der Geisteswissenschaften früher oder später bewegt: Was nun? Was lässt sich aus einer Leidenschaft für Sprachen, einem offenen Herzen und klaren Verstand machen? Der naheliegende Gedanke Dolmetscherin oder Übersetzerin zu werden, hatte sich während eines Praktikums in China für sie persönlich als Holzweg erwiesen. Da die Zahl der in Frage kommenden Unternehmen im Weserbergland naturgemäß begrenzt ist, war die Freude umso größer, als eine positive Rückmeldung im Briefkasten landete: Vorstellungsgespräch mit Ulrich Breder (Geschäftsführer), dem die Bewerbung in die Hände gefallen war und den die unkonventionelle Herangehensweise der jungen Bewerberin neugierig gemacht hatte.

Ein Versuch, basierend auf gegenseitiger Wertschätzung

»Als ich das moderne, lichtdurchflutete Reitz Gebäude das erste Mal betrat, hatte ich sofort das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.« Die Begrüßung ist offen und wertschätzend. Ein Satz während des Bewerbungsgesprächs hat sich ihr bis heute eingeprägt: »Jeder Gegenstand, den Sie in diesem Raum sehen, ist mit Hilfe eines Ventilators hergestellt worden.«

Nach einem zweiwöchigen Praktikum, in dem sich Annieke Radtke mit dem Unternehmen vertraut macht, beginnt eine einjährige Traineezeit, die sie direkt in die Schweiz zum damaligen Tochterunternehmen (heute wieder Stäfa Wirz) führt. Schüleraustausch in Brasilien, Studium in Peking, Trainee in Bern: Die Stationen in ihrem Werdegang lassen auf eine kosmopolitische Ader schließen und tatsächlich kann sich Annieke für fremde Sprachen und Kulturen begeistern, kehrt aber mit ebenso großer Begeisterung immer wieder in ihre Heimat zurück.

Die Reitz Expertin für alle Fälle

Praktisch erweist sich die flexible Einsetzbarkeit der aufgeschlossenen Allrounderin als wertvoll für das Unternehmen. In erster Linie unterstützt sie den Vertrieb, bearbeitet Anfragen aus dem Ausland, erstellt Angebote, geht in den Dialog. Nach der Traineezeit folgt eine zweijährige Vertriebstätigkeit, die sie mehrfach in die USA, nach Indien und China führt. Sie lernt das gesamte Produktportfolio aus dem Effeff kennen. 2014 wechselt sie in die Reitz Holding und unterstützt die Geschäftsleitung in Fragen des Marketings und der Kommunikation. Wieder eröffnen sich neue und vertiefende Perspektiven auf das Unternehmen, den Markt und die Kunden. 2019 wird sie mit einer neuen Aufgabe konfrontiert: Ob sie sich vorstellen könne, ein Produktmanagement in der Gruppe zu etablieren, das den Lifecycle der Ventilatoren-Baureihe in Betracht zieht und die Position des Kunden im Unternehmen übernimmt. Annieke Radtke ist Feuer und Flamme für diese Aufgabe, allerdings unter der Bedingung einer fundierten Fortbildung. Die Reitz Verantwortlichen sind einverstanden und die angehende Produktmanagerin macht sich an die Arbeit, absolviert nebenbei ein zweisemestriges Fernstudium zur Vertiefung des Themas Produktmanagement

Cut – ein neues Leben beginnt

Nach einer einjährigen Elternzeit nimmt die Asienwissenschaftlerin den Faden wieder auf. Mit neuen Erfahrungen und dem Wissen wie kostbar Zeit ist, es also darauf ankommt, die zur Verfügung stehende so sinnvoll und gut wie möglich zu nutzen. Heute widmet sich die sprachbegabte Mutter als stellvertretende Leiterin der Kundenbetreuung der Intensivierung der für jedes Unternehmen lebenswichtigen Kundenbeziehungen. Um den Wünschen der weltweit aktiven Kunden optimal gerecht werden zu können, muss man sie erst einmal richtig kennenlernen und verstehen. Beides dürfte der Salesmanagerin, Produktmanagerin und Assistentin der Geschäftsleitung in einer Person nicht schwer fallen, egal in welcher Sprache die Anfrage ihren Weg nach Höxter findet. Der außergewöhnliche Weg von Annieke ist jedenfalls ein Beispiel für die Durchlässigkeit der Talentschmiede Reitz. Auf die Frage, ob Sie noch einen Tipp für Initiativbewerber habe, antwortet sie mit der ihr eigenen sympathischen Bescheidenheit: »Die eigenen Stärken kennen, zwei Faktoren festlegen, die einem wichtig sind und dann dem Bauchgefühl folgen.«

Die Geschichte von Annieke Radtke zeigt, wofür die Reitz Talentschmiede Annieke Radtke steht: Talente werden erkannt, Stärken gefördert und ungewöhnliche Karrierewege möglich gemacht.