50 Jahre Reitz Umwelttechnik. Das heißt 50 Jahre Leidenschaft für den Ventilatorenbau. Die Manufaktur für das Besondere feierte mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten ein gelungenes Jubiläum.


Geschäftsführer Bernd Schöpe begrüßt die zahlreichen Gäste


Auf dem Weg zum Buffet werden vergangene Geschichten wieder lebendig


Eine gelungene Mischung aus Austausch, Information und Unterhaltung


Lebendig gestaltete Betriebsführungen erklären den Ventilatorenbau


Ein klares Ziel vor Augen. Typisch REITZ Umwelttechnik

Bereits kurz vor 12 waren alle Parkplätze in der Gutenbergstraße besetzt. Die Gäste wanderten gut gelaunt zum Unternehmensgelände und wurden dort vom Geschäftsführer Bernd Schöpe und dem „RUM“-Team begrüßt. Da zahlreiche Gäste zum ersten Mal Gelegenheit hatten, das Betriebsgelände zu besichtigen, drehten sich die Gespräche vor der offiziellen Eröffnung auch um den besonderen Standort. Die Fertigungshallen befinden sich zum Teil in den Bunkeranlagen einer Munitionsfabrik aus dem 2. Weltkrieg. Nach der Gründung im Jahr 1965 sind die Gebäude der Reitz Umwelttechnik nach und nach auf diesem historischen Gelände erweitert worden. Einerseits besitzt der Standort dadurch einen charakteristischen und gewachsenen Charme, andererseits stellen die teilweise verwinkelten Gegebenheiten immer wieder eine Herausforderung für die Optimierung des Fertigungsflusses dar.

Eine bewegte Geschichte

Nach der offiziellen Begrüßung gab Herr Schöpe einen spannenden Einblick in fünf Jahrzehnte REITZ Umwelttechnik. Das Fazit fiel positiv aus. Zwar sei es zu allen Zeiten darauf angekommen, Hürden und Hindernisse zu überwinden, der Grund, weshalb REITZ Umwelttechnik heute aber mit einer guten Perspektive dastehe, sei, dass man sich immer auf das Wesentliche konzentriert habe: Können, Qualität, Kundenzufriedenheit und Teamgeist. Mit diesen Eigenschaften, stellte Herr Schöpe fest, werde man auch in Zukunft eine Perle innerhalb der REITZ Gruppe sein. Nämlich die leidenschaftlichen Ventilatorenbauer mit dem Sinn für das Besondere. Zum Schluss dankte Herr Schöpe Frau Kleitz und den Herren Bornmann, Lieberum, Gerlach, Sünder, Zechel und Kriemichen für ihren besonderen Einsatz bei der Vorbereitung der Feierlichkeiten.

Feste Größe in der REITZ Gruppe

Wie ausgeprägt das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Gruppe vielerorts schon ist, beweist das zahlreiche Erscheinen geladener Kollegen u.a. von REITZ Ventilatoren und REITZ Schweiz. Heinz Guderian von der REITZ Holding nahm die Vorlage von Herrn Schöpe gerne auf und bedankte sich von Seiten der REITZ Holding für die ausgezeichnete Arbeit, die seit Integration der ehemaligen Werra Ventilatoren in die REITZ Gruppe in Hessisch-Lichtenau geleistet worden sei. Nach so viel Rück- und Einblick verlockte schließlich der Ausblick auf das Buffett, welches von allen Gästen ausgiebig frequentiert und gelobt wurde. Wer Interesse hatte, konnte im Anschluss an einer der lebendig und informativ gestalteten Betriebsführungen teilnehmen und sich mit den Anforderungen der Fertigung von Industrieventilatoren vertraut machen. Am Ende verließen wohl alle Gäste die gelungenen Feier mit dem Gefühl: Wir kommen gerne wieder – zum nächsten Jubiläum.

 

50 besondere Jahre – ein Rückblick


1965 beschließt der ehemalige Piller-Mitarbeiter Manfred Jaegler ein eigenes Unternehmen aufzubauen und mietet mit seiner Frau Katja eine ehemalige Munitionshalle im Industriegebiet Hirschhagen in Hessisch- Lichtenau. Der Weg bis zur heutigen REITZ Umwelttechnik ist geprägt von Ideenreichtum, Durchhaltevermögen und einer erstaunlichen Kompetenz im Maschinenbau.

Ein fulminanter Start

Im Gründungsjahr 1965 fertigt das junge Unternehmen mit 3 Mitarbeitern 7 Ventilatoren. 1969 sind es bereits 197, 1970 verlassen 404 Ventilatoren das Werk und 1980 sind es 1413. An diesen Zahlen sieht man, wie sehr die Manfred Jaegler GmbH den Bedarf jener Jahre erkannt hat und wie wichtig es war zu wachsen und in größere Fertigungshallen an den heutigen Standort Gutenbergstraße zu ziehen.

Geht nicht, gibt es nicht

Ab Mitte der Achtziger erwirbt sich das Unternehmen, das nun als Werra Ventilatoren firmiert, den Ruf eines Anbieters für Speziallösungen. Neben Ventilatoren werden aufgrund der ausgeprägten Maschinenbaukompetenz zunehmend auch komplette Systeme und Spezialprodukte gefertigt. Mit der Einrichtung eines kompletten Teerschlammkonverters wird 1998 der größte Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte abgewickelt. 

WERRA wir REITZ

Durch die Integration der Werra Ventilatoren & Systemtechnik GmbH & Co KG in die Reitz Gruppe ergeben sich neue Einkaufs- und Fertigungspotenziale, um die Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit als eigenständiger Anbieter in Hessisch-Lichtenau zu sichern. Die stabile Entwicklung der folgenden Jahre mit konstant über 50 Mitarbeitern und steigenden Auftragszahlen pro Jahr (über 3.500 in 2005) zeigt, dass die Integration die richtige Entscheidung gewesen ist.

Mit Mumm durch die Krise

Teil einer international aufgestellten Gruppe zu sein, hilft Werra auch, als ein interner Betrugsfall die ohnehin herausfordernden Folgen der Finanz- und Bankenkrise 2010 noch verschärft. Mit Unterstützung der REITZ Gruppe und durch Zugeständnisse der Belegschaft gelingt es, auch diese Krise zu bewältigen. 2011 firmiert das Unternemen um in Reitz Umwelttechnik und Ventilatoren GmbH & Co KG und fertigt seither mit rund 70 Mitarbeitern hauptsächlich für deutsche Anlagenbauer aus den Bereichen Filtration, Ofen- und Kraftwerksbau, Papier und Folien. Flexibel, modern und immer auf der Suche nach Verbesserung, so möchte Reitz Umwelttechnik auch in Zukunft als Manufaktur für das Besondere eine prägende Rolle in der Reitz Gruppe spielen.

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