Die Entscheidung der Schweizer Notenbank, den Franken nicht weiter zu stützen, machte es notwendig die Fertigung von Bern nach Bad Lippspringe zu verlagern. Am neuen Standort wird der Fertigungsfluss unter optimalen Bedingungen organisiert.


Das Prinzip: Auf geradem Weg vom Lager bis zum Warenausgang


Perfekt organisierter Zuschnitt ohne Zeit- und Reibungsverluste


Nach dem Zuschnitt werden die Bleche sauber in Form gebogen


Das Prinzip Sauberkeit und Ordnung herrscht an jedem Arbeitsplatz


Die Schweißplätze in der Schlosserei sind für Aluminium bzw. Stahl eingerichtet 


Regelmäßiger Austausch zwischen Bern und Bad Lippspringe per Skype


Die papierlose Fabrik ist hier Realität, alle Aufträge werden digital verarbeitet


Am Ende des Prozesses stehen präzise und effizient gefertige Ventilatoren


Komplettlösungen für Schienenfahrzeuge: Dachsystem mit Kühlung

Bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten standen drei Kriterien im Vordergrund: Verkehrsgünstige Lage, ideale Raumbedingungen für den Aufbau der Fertigung und eine relative Nähe zu Höxter. Der neue Standort in Bad Lippspringe erfüllt all diese Bedingungen. Auf 2.500 qm haben die Schweizer einen Produktionsfluss aufgebaut, der im Hinblick auf Sauberkeit und Organisation keine Wünsche offen lässt. Der Weg vom optimierten Wareneingang bis zum Versand ist ohne Ecken und Barrieren gestaltet, jeder Arbeitsgang geht direkt in den nächsten über. „Hinten das Material rein, vorne der Ventilator raus. Ein Traum für jeden, der eine Fertigung organisiert,“ freut sich das Team über die neuen Gegebenheiten in Bad Lippspringe.

Live-Kommunikation mit der Schweiz

Neben einem lachenden Auge angesichts der neuen Möglichkeiten gab es bei der Entscheidung für den Umzug auch ein weinendes. Es sei nicht leicht gefallen, den Fertigungsstandort der traditionsreichen ehemaligen Stäfa Wirz aufzugeben. Einige Mitarbeiter hätten den Umzug nach Bad Lippspringe aus verständlichen Gründen nicht mitvollziehen können. Ihnen gilt an dieser Stelle der Dank für ihre langjährige Treue und Mitarbeit. Nach wie vor verbleiben aber die Abteilungen Verkauf, Technik, Entwicklung, Einkauf und Vertragsabwicklung in der Schweiz. Die Frage, wie das denn in der täglichen Arbeit funktionieren kann, beantworten die allgegenwärtigen Screens, Monitore und Smartphones. Zum einen wurde die papierlose Fabrik realisiert, indem die gesamte Auftragsbearbeitung digital organisiert ist, zum anderen werden kleine und größere Besprechungen und Abstimmungen regelmäßig per Skype oder Smartphone durchgeführt. In dieser Hinsicht lässt sich in Bad Lippspringe ein organisatorisches Model besichtigen, in dem räumliche Distanz keinen Verlust an Kommunikation und Qualität bedeutet.

Keine Konkurrenz, sondern Ergänzung

Schon immer war REITZ Schweiz einer der führenden Ventilatorenhersteller für Schienenfahrzeuge. In diesem Bereich kommt es auf Leichtigkeit an, deshalb wird der Bautyp RXM größtenteils aus vorgefertigten Alugussteilen gefertigt. Die Schlosserei ist für das Schweißen von Alu und Stahl mit modernen manuellen, bzw. Roboterschweißplätzen ausgerüstet. Durch die Spezialisierung werden in Bad Lippspringe vorwiegend Produkte gefertigt, die in dieser Form nicht an anderen Standorten der REITZ Gruppe produziert werden könnten.

Ganze Zugdächer komplett montiert

Mit großen Schritten positioniert sich REITZ Schweiz seit Jahren als Komplettlösungsanbieter für die Herstellung von Schienenfahrzeugen. In Zusammenarbeit mit Siemens werden komplette Fahrmotorbelüftungseinheiten produziert, die direkt in die neuen ICEs verbaut werden. In enger Zusammenarbeit mit Stadler, einem der größten Zughersteller weltweit, wird derzeit der erste vollständige Wagenkastenaufbau in Bad Lippspringe gefertigt. In dem 6 Meter langen Dachsystem sind zwei gekoppelte Kühlkreisläufe integriert. Das Herz der Anlage besteht aus Ventilatorentechnik. Durch die komplex umgesetzte Außenhaut verschmelzen die Komponenten Luftführung, Filtertechnik und Wärmeaustausch komplett mit dem Wagenkastendesign. Aufträge wie diese beweisen, welches Potenzial Reitz Schweiz für die Zukunft besitzt und weshalb sich der neue Fertigungsstandort für ambitionierte Zielsetzungen als echter Wettbewerbsvorteil erweist.


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